Tipps - Stubenkatzen- Wohnungskatzen

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Wohnungskatzen – Ein Paradies trotz Ausgehverbot
Die Traumwohnung für eine Wohnungskatze muss die Natur und ihre Reize ersetzen. Katzen lieben Nischen und Rückzugsmöglichkeiten; man will ja nicht ständig jemandem begegnen. Und Aussichtsplätze sollte die Wohnung haben, Wanderwege der Wand entlang, Kratzgelegenheiten und natürlich ein eigenes Restaurant mit Wasserund Futterplatz.

Text: Claudia  Fornara

Auch wenn jede Freilaufkatze mehr Raum nutzt als Wohnungskatzen: die Grösse einer Wohnung ist nicht das Entscheidende. Samtpfoten sind neugierig, mögen keine geschlossenen Türen und brauchen zudem genügend Kratzbäume sowie die Möglichkeit, frische Luft zu schnappen. Beachtet man einige Grundsätze, kann eine Wohnungskatzenhaltung durchaus tiergerecht sein. Kann kein Freigang angeboten werden, gibt es Alternativen, wie einen mit Netz gesicherten Balkon oder einen eingezäunten, ausbruchsicheren Garten. Ansonsten ist der Stubentiger bestimmt dankbar, wenn es ein vergittertes Fenster gibt, wo er auf einer Fensterbank seine Sonneninsel hat. Die Überlegung, ob man seiner Katze Freigang gewähren oder sie in der Wohnung halten möchte, sollte man bereits vor der Anschaffung machen. Ein Kätzchen vom Bauernhof wird sich in der Wohnung genauso unwohl fühlen wie eine Katze, die bis anhin als Freigänger gehalten wurde. Probleme wie Markierverhalten, Unsauberkeit oder Aggressionen sind vorprogrammiert.
«Catwalk» mit Abenteuereffekt

Bei Katzen in reiner Wohnungshaltung muss für Abwechslung und Spannung gesorgt sein. Ihr Lebensraum soll so bedürfnisgerecht und interessant wie möglich gestaltet werden. Die Nutzfläche der Wohnung lässt sich vergrössern, indem man zusätzlichen Raum zum Klettern und Laufflächen entlang den Wänden anbringt. Mit etwas Fantasie und Geschick lassen sich die Bretter einfach anbringen. Für einen Mehrkatzenhaushalt ist dies von noch grösserer Bedeutung, denn Wohnungskatzen sollten nicht alleine gehalten werden. Sie sorgen untereinander für Spiel und Beschäftigung. Gegenseitiges Putzen und wilde Verfolgungsjagden durch die Wohnung gehören ebenso zum Katzenalltag. Idealerweise holt man sich gleich von Anfang an zwei Katzen ins Haus, die schon vorher zusammen waren. Das können Geschwister oder Tierheimkatzen sein. Gerade junge Kätzchen gewöhnen sich jedoch sehr schnell aneinander, auch wenn sie sich vorher nicht kannten.

Katzen liegen häufig nur herum, schlafen aber nicht. Diese Zeit kann man ihnen versüssen, indem man optische Reize schafft. Sehr beliebt sind Fensterbänke, besonders dann, wenn die Sonne wärmend darauf scheint. Von diesen begehrten Plätzchen kann es in einem Haus gar nicht genug geben. Sieht der Stubentiger dabei beispielsweise auf eine Strasse oder einen Baum, auf dem Vögel sind, wird er stets Neues entdecken. Auch eine Fliege, die es sich plötzlich am Fenster gemütlich macht, wird die volle Aufmerksamkeit des Stubentigers auf sich ziehen. Bereits mit einfachen Dingen lässt sich so der Alltag der Katzen spannender gestalten. Idealerweise sind auch alle Räume zugänglich und die Katze kann durch alle Zimmer tigern. Liegt da plötzlich eine Kartonschachtel oder eine Tüte mit den Einkäufen steht noch herum, wird die Katzenneugierde augenblicklich geweckt. Vielfach erreicht man aus Sicht der Katze schon sehr viel an Abwechslung, wenn man sie ganz einfach in den eigenen Alltag mit einbezieht, denn solche Kleinigkeiten bedeuten Abwechslung.



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