Katzen im Winter - Stubenkatzen- Wohnungskatzen

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Auch Freigängerkatzen frieren im Winter...


Eigentlich sollte es klar sein, aber den Anrufen bei den Tierschutzvereinen nach, offensichtlich doch nicht. Daher möchten wir hier noch einen Wintertipp für Freigängerkatzen nachschieben. Viele Freigängerkatzenhalter haben sicherlich schon bemerkt, dass Mietze sich nun lieber drinnen aufhält, denn Katzen haben es gerne warm und die wenigen Sonnenstrahlen nutzen bei der Eiseskälte auch nicht wirklich. Für Freigängerhalter, die den ganzen Tag zu Hause sind, ist dies auch kein Problem. Sie können mit Leichtigkeit Mietze die Tür auf und zu machen, sie kann raus und kann wieder rein kommen, wenn ihr kalt ist, was aber mit den Berufstätigen und mit den Katzenhaltern, die ihre Katze nur nachts rauslassen? Mietze geht dann raus und hat aber ein Problem wieder herein zu kommen.


Und doch gibt es Möglichkeiten Freigängerkatzen im Winter zu helfen. So kann man zum Beispiel wärmere Holzschuppen im Garten mit einer Mehrweg-Katzenklappe versehen und Mietze so Zugang zu wärmeren Gebäuden geben. Denken Sie aber bitte immer an Gefahren in solchen Gebäuden. Vergiftungsgefahr besteht durch Glykol-Pfützen (schmecken süß und sorgen für rasches Nierenversagen!!!, werden gerne aufgeleckt) auf dem Garagenboden oder unter Fahrzeugen, Motorenölpfützen und Frostschutzmittel sind lebensgefährlich, Rattengift oder Pflanzengifte, sowie Schneckenkorn müssen unerreichbar in Schränken untergebracht werden. Natürlich sollte Mietze, die sich auf unter einem - noch warm gefahrenen Auto - aufwärmt, auch nicht der Gefahr des Überfahrens oder einer Kohlenmonoxidvergiftung durch Abgase ausgesetzt werden.

Ähnliches lässt sich mit Kellertüren oder Fenstern machen. Thermohütten, die mit Styropor zwischen zwei Holzschichten versehen werden, können Mietze ein Übergangsheim bieten, welches man warm ausstatten kann. Diese Thermohütten kann man bauen lassen. Sie können mit einer Schlafkammer versehen werden, die gleichzeitig Zugluft abhält in die Hütte einzudringen und in ihrem Vorraum kann das Futter abgestellt werden und ist so vor Regen, Schnee, Hagel u. a. geschützt. Hütten mit Zugluftschutzwand haben eine Innentrennwand mit Durchgang, der einen Vorraum vom eigentlichen Schlafraum trennt. Da Zugluft nicht um Ecken zieht, hat man mit diesen Trennwänden schon einen Temperaturausgleich in der Hütte geschaffen, der nicht ohne ist. Auch diese Hütten können bei Bedarf mit Mehrwegkatzenklappen versehen werden, um die Kälte noch besser draußen zu halten. Mehrwegklappen lassen sich komplett versperren, nur in eine Richtung nach drinnen oder draußen versperren oder in alle Richtungen öffnen.




Zusätzlichen Schutz vor Bodenkälte in der Schutzhütte bieten Korkfliesen, die man in der Hütte auslegt. Bei Bedarf können diese auch übereinander gelegt werden, so dass sie doppelt liegen und noch wärmer von unten halten. Wer bereits eine Hütte hat, der aber die Isolierung fehlt, kann diese mit Korkfliesen, Hartschaumdämmplatten oder beschichteten Dämmplatten aus dem Baumarkt noch isolieren. Es sollte aber selbstverständlich sein, dass Glaswatte, die gefährliche Glasstückchen enthält, oder Styroporplatten in einem Katzenhaus nur zwischen geschlossenen Doppelhauswänden zum Einsatz kommen dürfen.



Korkfliesen - auch selbstklebend erhältlich

Wer eine solche Hütte nicht erst bauen lassen möchte, findet im Hundehandel - denn Hunde haben immer noch eine größere Lobby als Katzen - kleine, isolierte Hundehütten mit Zugluftschutzwand fertig zu kaufen. Auch Liegebretter und Wabengummimatten finden sie hier, die vor Bodenkälte isolieren.




Immer bedacht werden muss der Aufstellort eines Thermohauses. Steht es geschützt und überdacht, z. B. unter einem Balkon oder tiefem Vordach, ist das sicherlich ein zusätzlicher Schutz. Steht es aber nicht unter einem Dach, sollte ein überstehendes Vordach mit eingeplant werden, welches schräg kommenden Niederschlag abhält und sollte immer ein schräges Dach haben, von dem Wasser ablaufen kann und auf dem sich Schnee nicht hält. Also Eingang immer zur wetterabgewandten Seite.

Voraussetzung für die Benutzung einer Katzenklappe ist immer, dass das Tier zunächst lernt damit umzugehen, denn sonst scheuen einige Tiere vor diesen Klappen. Mit dem Training an der Katzenklappe sollte natürlich vor dem Winter begonnen werden. Kommt man also erst jetzt bei dieser Eiseskälte auf die Idee ein Thermohaus einzusetzen, sollte man mit der Katzenklappe lieber bis zum nächsten Jahr warten. Allerdings sollte dann schon vorher bei der Bestellung der Thermohütte der Hersteller darauf hingewiesen werden, dass man eine solche Klappe nachträglich einbauen möchte, damit dies bei den Maßen für den Eingang mit berücksichtigt werden kann. Gegen Zugluft kann aber auch ein Stück Wolldecke oberhalb des Eingangs angeschraubt werden, die ebenfalls kalte Luft draußen hält und wo Mietze unten drunter herschlüpfen kann. Dann ist allerdings darauf zu achten, dass der Aufstellort die Decke trocken hält, also überdacht steht.

Für das Katzenklappen-Training wird Mietze mit Leckerchen und Lob durch die Klappe gelockt. Die Klappen schließen sich immer wieder durch eingesetzte Magnetbänder. Sind diese voll eingeklebt, sind die Klappen nur mit Widerstand zu öffnen, was viele Katzen von der Benutzung abhält. Zunächst soll Mietze lernen, die Tür überhaupt zu benutzen. Dazu kann man sie mit Klebeband fixieren und erst einmal offen stehen lassen. Hat Mietze sie ein paar mal genutzt und kapiert, dass dies ein Ein- UND Ausgang ist, kann man Stücke der Magnetbänder entfernen, damit die Tür sich erst leicht aufschubsen lässt. Nach und nach kann man bei sicherer Benutzung der Tür die Magnetbänder wieder einsetzen bis die Menge der Magnete den Wind am Aufpusten hindert. Die Tür eines Thermohauses sollte sowieso immer der Windseite abgewandt aufgestellt werden, damit Sturm sie nicht aufblasen kann. Wind kommt häufig von der Westseite, aber da dies auch von der Lage Ihres Grundstücks abhängig ist und dem Windschutz in der Umgebung, sollte man vorher feststellen, von welcher Seite der Wind meistens kommt.

Thermohäuser, die draußen zum Einsatz kommen, sollten immer auf Füßen stehen, die vor Bodenkälte und Feuchtigkeit isolieren. Ohne Katzenklappe lassen sich die  Füße auch höher planen. Mit Katzenklappe, darf das Haus nicht zu hoch stehen, denn sonst ist der Zugang für Mietze erschwert, da sie die Katzenklappe mit dem Kopf aufstößt. Liebt Mietze höher gelegene Schlafplätze und man will eine Katzenklappe zum Einsatz bringen, muss gegebenenfalls ein Podest den Höhenausgleich vor dem Haus ausgleichen. Dies kann man gleich mitbestellen. Für Hundehütten gibt es Liegeroste, die mit entsprechenden ausgetauschten, evt. höheren Füßen auf beliebige Höhen gebracht werden können. Häuser, die draußen zum Einsatz kommen sollten mit unbedenklichem Spielzeuglack lackiert werden, da sie sonst rasch von Grünschimmel befallen werden.





beheizbares Katzenhaus

Die Styroporisolierung oder Dämmplattenisolierung hält schon einiges an Kälte ab, aber natürlich auch nicht alles. So sollte auch der Schlafraum entsprechend ausgestattet werden, damit Mietze es kuschelig hat. Dafür bieten sich Körbe mit Füßen (Isolierung vor Bodenkälte) an, die man z. B. mit Lammfellstücken (schadstoffarm gegerbte Babylammfelle lassen sich von hinten mit einer Rasierklinge gut in zwei Felle teilen) ausstattet oder mit Kissen, die mit Styroporkugeln gefüllt sind. Beides isoliert gut gegen die Bodenkälte und Mietze kann es leicht mit ihrer Körperwärme aufwärmen.




An besonders kalten Tagen empfiehlt es sich ein Snuggle-Safe zusätzlich in die Hütte zu legen. Das Snuggle-Safe hält in einer Thermohütte ca. 2 - 3 Stunden eine angenehme Kuscheltemperatur, die es Mietze leichter macht auf Sie eine Weile zu warten zu warten, wenn ihr kalt wird. Es sollte stets einen Schutzbezug tragen (den es übrigens auch in Katzenform gibt). Einige Katzen sind auch Spezialisten im Einkuscheln und freuen sich über eine leichte Fleecedecke, die zusätzlich ins Körbchen gegeben wird. Diese kann man locker über das gesamte Körbchen legen und Mietze kann darunter krabbeln und hat es dann von oben noch ein wenig wärmer. Fleece ist in der Regel aus Kunstfasern, die recht gut wärmen. Auch die sogenannten OSB-Platten bieten recht gute Isolierung, müssen aber unbedingt von der Schadstoffmenge überprüft werden und anständig auslüften vorher. Das gepresste Holz hat eine isolierende Wirkung und eine angenehme Temperatur bei Kälte.




Mietze möchte bei Kälte gerne rein, also wird sie nach Möglichkeit die Tür im Auge behalten wollen. Berücksichtigen Sie dies bitte beim Aufstellort einer Thermohütte, sonst wird Mietze sie ggf. nicht nutzen, sondern lieber auf der Matte sitzen, um keine Gelegenheit zu verpassen hereingelassen zu werden.

Eine wichtige Wärmequelle ist auch Futter. So sollte Mietze an kalten Tagen ein handwarmes Feuchtfutter bei ihren Mahlzeiten im Haus erhalten. Leider eignet sich Feuchtfutter nicht für die Draußen-Fütterung, wenn Minusgrade herrschen. Draußen also bitte nur Trockenfutter servieren. Doch ist man wieder zu Hause und lässt Mietze herein, wärmt sie sich rascher auf, wenn das Futter leicht angewärmt serviert wird. Bitte aber hierbei bedenken, dass Feuchtfutter, wegen des hohen Wassergehaltes nicht einfach in die Mikrowelle gestellt wird und sich dort vielleicht eher innen als außen erwärmt. Wird in der Mikrowelle das Futter gewärmt, so muss es unbedingt hinterher noch einmal gut durchgerührt werden und einen Augenblick abkühlen, damit es sich nicht außen - bei der Kontrolle der Temperatur - handwarm anfühlt und innen drin kochend heiß ist. Dies führt zu Verbrennungen.

Auch das Trinkwasser sollte bei Tieren immer !!! handwarm sein. Damit Mietze draußen auch ungefrorenes Wasser findet, wenn man nicht da ist, bietet es sich an Heizplatten unter dem Napf einzusetzen. Für die Geflügelzucht bekommt man solche Heizplatten, die das Wasser eisfrei halten. Natürlich müssen die Näpfe auf eine solche Heizplatte abgestimmt werden, also die Aufheiztemperatur vertragen, ohne zu schmelzen. Metallnäpfe sind im Winter eher ungeeignet, weil sie sehr kalt werden und Mietze ggf. mit der Zunge an dem gefrorenen Napf hängen bleiben könnte. Hier ist es besser Keramiknäpfe zum Einsatz zu bringen. Kunststoffnäpfe sind zwar von der Eigentemperatur sicherlich zungenfreundlich, aber in der Regel nicht einsetzbar auf Heizplatten, weil sie schmelzen könnten. Gerade bei der Fütterung mit Trockenfutter muss auf hinreichende Trinkgelegenheiten geachtet werden, denn dem Trockenfutter ist Wasser entzogen und Katzen sind recht empfindlich mit ihren Nieren und der Leber und so sollte Wasser in hinreichender Menge zur Verfügung stehen. Bei allen elektrischen Leitungen muss natürlich eine ständige Kontrolle erfolgen, damit keine Beschädigungen an den Kabeln auftreten und diese sonst ggf. rechtzeitig ausgetauscht werden. Einige dieser Möglichkeiten lassen sich mit Transformatoren und schwachem Strom beheizen.



Denken Sie bitte auch daran, dass eine frierende Katze einen höheren Energiebedarf hat als eine Katze, die bei Zimmertemperatur gehalten wird. Entsprechend benötigt Mietze im Winter mehr Futter, um die Körpertemperatur halten zu können.

Hinweisen möchten wir auch auf sogenannte "Klingelmatten", denn auch ein Katzenhalter, der zu Hause ist, hört nicht von jedem Platz im Haus, dass Mietze vor Kälte schnatternd vor der Tür jammert. Sitzt Mietze frierend auf der Matte, ertönt im Haus ein Klingelsignal und kündigt ihre Heimkehr an. Auch ein Kitty-phone mag für manche Katzen eine Lösung sein, die ein Halsband gut und gefahrlos akzeptieren. Auch das Kitty-phone überträgt den Klingelton, wenn die Katze vor der Tür sitzt.




Leider mussten wir vernehmen, dass einige Freigängerhalter ihren Katzen Zugang zum Keller oder Haus durch ein Kippfenster gewähren. Das lebensgefährliche Kippfenstersyndrom wird dabei außer acht gelassen. Ihrer Katze droht der Tod bei solch gefährlichen Zugängen!!! Bitte bauen Sie eine Katzenklappe ein, sonst wird eines  Tages ein fürchterlicher Tod Ihre Katze dahinraffen, selbst wenn sie es ein  paar Mal vorher geschafft hat das Kippfenster lebend zu überwinden.

Dank mitgelieferter Distanzstücke lassen sich Katzenklappen inzwischen überall einbauen, auch in dicke Türen und selbst in Stahltüren haben wir sie schon eingebaut.

Auch hinweisen möchten wir noch auf die Möglichkeit die Katze auf andere Ausgehzeiten "umzutrainieren", also ihr ggf. Ausgang zu Zeiten zu gewähren, wo man eher zu Hause ist. Die meisten Katzen lernen das sehr rasch und sind froh wieder rasch ins Warme zu können, wenn sie kurz ihr "Revier" mal wieder gecheckt haben. Das Umtrainieren sollte stets bei der Uhrzeit begonnen werden, wo Mietze rausgelassen werden soll. Vorher wird Mietze gewaltsam im Haus gehalten. Dazu sollte man ihr eine Menge Ablenkung im Haus bieten, wie Kartoneroberung oder raschelndes Seidenpapier, eine zusätzliche Futterration auf einem Fummelbrett pp., um Mietze während der Wartezeit nicht zu ungeduldig werden zu lassen. Dazu bietet sich das cat-activity-board von Trixie an, man kann ein solches Brett aber auch mit Phantasie selbst gestalten aus Eierpappen und leeren Yoghurtbechern, die man auf einer Platte befestigt und die man mit Holzdübeln zum Befummeln bestückt.



Bitte achten Sie auch bei Ihren Freigängern oder auch bei Balkonauslaufkatzen immer darauf, dass Liegeplätze mit Rückenbrettern angeboten werden, damit die Nieren vor Zugluft geschützt sind. Auf dem überdachten Balkon können auch kuschelige Höhlen Mietze vor Zugluft schützen. Und auch hier ist eine Thermohütte gut in Einsatz zu bringen. Will Mietze dabei Vögelchen gucken, kann auf Wunsch auch ein "Panoramafenster" in das Thermohaus eingesetzt werden. Immer achten sollten sie auf Bodenisolierung, wenn Mietze auf dem Balkonboden schützen. Und auch hier ist eine Thermohütte gut in Einsatz zu bringen. Will Mietze dabei Vögelchen gucken, kann auf Wunsch auch ein "Panoramafenster" in das Thermohaus eingesetzt werden. Immer achten sollten sie auf Bodenisolierung, wenn Mietze auf dem Balkonboden sitzt, auch hier sind Liegeroste aus Holz die Lösung. Die meisten Katzen nehmen auch eine Kuschelhöhle, die auf einem Gartentisch steht, gerne an.





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